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Abendmahlfenster
für Laurentius, Berlin-Spandau -noch
im Entwurf
Im oberen Drittel sieht man Kreise, die in ihrer individuellen Form und
differenzierten Farbgebung die unterschiedlichen Erscheinungsformen der
göttlichen Dreieinigkeit darstellen. Die senkrechten roten Bänder
symbolisieren die dynamische Kraft Gottes, den Heiligen Geist. Darin
nimmt das Abendmahlsfenster die Symbolik des gegenüberliegenden
Tauffensters auf. Zusammen mit dem bunten Kreuz, das für den
lebendigen Christus steht, bilden die Bänder des Heiligen Geistes den
Buchstaben Alpha, der zusammen mit dem Buchstaben Omega im unteren
Drittel des Fensters auf Offenbarung 21,6 hinweist. (Ich bin das A und
das O, der Anfang und das Ende.) Ausgehend von dem Symbol für Gott ergießt
sich dass Licht in warmen fließenden Strahlen zur Erde um uns
aufzunehmen. Ausgehend vom Kreuz führt die Himmelsleiter direkt zu Gott.
Im mittleren Fensterteil sieht man rechts einen blauen Halbkreis,
der hinab fließt in das untere Fensterteil auf die linke Seite.
Wiederum in Aufnahme des Textes aus Offenbarung 21 weist die Farbe
Blau auf das
Lebendige Gottes hin, das dem Durstigen von der Quelle des Lebens zu
trinken gibt.
Die Verbindung zu Gott ist das bunte Kreuz, das die mittlere und untere
Fensterebene teilt. Das Kreuz Christi ist nicht dunkel und todbringend,
sondern bunt und freundlich, da der Tod Christi die Menschen von ihrer
Schuld erlöst hat. Doch im Hintergrund des Christuskreuzes schimmert
auch noch die Himmelsleiter durch, die nicht nur die Verbindung zum
Tauffenster knüpft, sondern gleichzeitig auch ein Hinweis auf die
Verbundenheit Jesu Christi mit dem Alten Testament ist.
Noch ein Wort zu den beiden orangefarbenen Balken, die von der Erde zum
Kreuz hinaufführen. Sie symbolisieren die beiden Schächer, die mit Jesus
zusammen gestorben sind, wobei der Linke vom Kreuz Christi berührt ist.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass dieser Verbrecher mit Jesus ins
Himmelreich eingegangen ist.
Das Zentrum des Fensters sind das Blut und der Leib Christi. Ich habe
mich in meiner Darstellung des Leibes Christi beim Abendmahl bewusst auf
Johannes 15,5 konzentriert, weil darin das zentrale Thema unseres
Glaubens ausgesprochen wird, die lebendige Verbindung des Gläubigen, bzw.
der Gemeinde zum Herrn ( Wer in mir bleibt und ich in ihm, bringt viel Frucht). Es geht also nicht nur um eine individualistische Einverleibung
Christi, sondern um das christliche Leben schlechthin, das vom Abendmahl
her, seine Bestimmung und Ausrichtung erfährt.
Der Kelch wiederum enthält das Blut Christi, das Eigentliche der Person
des Gottessohnes. Deshalb weißt der Fisch auf dem Kelch eindeutig auf das
früheste Christusbekenntnis seiner Gemeinde hin: Iesus Christos Hyos
Soter ( Jesus Christus, Sohn und Retter).
Tauffenster für Laurentius, Berlin-Spandau
(eingebaut)
Der obere Bereich ist für die göttliche Sphäre reserviert, dargestellt
durch drei Ellipsen, die sich überschneiden und die Dreieinigkeit Gottes
(Vater, Sohn und Heiliger Geist) symbolisieren. Schon Kopernikus
erkannte, dass die Planeten und ihre Satelliten, einmal in Bewegung
gesetzt von dem geheimnisvollen „ersten Anstoß“, sich fort und fort in
ihren vorgeschriebenen Ellipsen in alle Ewigkeit oder doch bis zum Ende
aller Dinge bewegen. Unter Bezugnahme auf Matthäus 3, 10+11 habe ich
versucht, den Urgrund der Taufe in Form der Flamme aufzunehmen (Johannes
der Täufer sagt: “Ich taufe euch mit Wasser zur Buße, der aber nach mir
kommt, der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen...). Die
Farbe Gelb weist in der geistlichen Literatur des Mittelalters auf die
himmlische Freude hin und erfährt ihre Steigerung in glänzendem Gold. Ein
farblicher Gegensatz ist das Blau, das volkstümlich als Farbe der Treue
gilt, geistlich gesehen aber auch die Farbe der göttlichen Unendlichkeit
ist.
Im mittleren Drittel wird die Taufschale durch die Hand Christi gehalten
aus der das lebendige Wasser der Taufe bis ins untere Drittel
hineinfließt.
Die beiden roten Linien stehen für die dynamische Kraft Gottes, den
Heilige Geist. Die grünen Flächen sind Symbole der Hoffnung, der
Erwartung und des Auf-dem-weg-Seins. Die blauen Linien/Bänder sind die
Kennzeichen der in der Taufe überfließenden Liebe Gottes, die in ihren
Fluten den alten Adam ersaufen lässt, damit der neue, durch Christus von
Sünden gereinigte Mensch erstehen kann.
Die mittleren bunten Linien sind von mir als Himmelsleiter gedacht. Sie
führt - ausgehend von der Taufschale – in Gottes Unendlichkeit.
Fenster Späher für Gnadenkirche Pichelsdorf in
Berlin-Spandau
Hier wurde die Geschichte aus Numeri 13 ( 1 – 24 ) als Ausgangspunkt
verwendet.
In Der Mitte des Fensters ist der Kelch, der das Abendmahl bedeutet, aus
dem der Baum des Lebens entsprießt.
Die Geschichte handelt von den Spähern, die ausgesendet werden um den
Reichtum des Landes Kanaan auszukundschaften. Diese Späher sind in den
Blättern des Baums versteckt. Die drei Augen stehen als Symbol für die
Dreieinigkeit Gottes, der alles Leben überwacht. Die einzelnen Früchte
zeigen den Reichtum des Landes. Hier sieht man:
Äpfel, Birnen, Granatäpfel, Feigen, Zitronen, Feigen
und natürlich die Trauben.
Umkränzt wird der Baum durch das Licht Gottes, dass als Strahlen
dargestellt ist. Darunter befindet sich das Blau des Himmels. Diese Farbe
steht auch für die göttliche Unendlichkeit.
Die untere bunte Fläche zeigt die fruchtbare Erde, grüne Wiesen, das
Meer(dunkelblau),fließendes Wasser (hellblau) und den sagenhaften Fluss
aus Milch und Honig.
In der unteren linken Ecke ist die Darstellung der beschriebenen großen
Traube aus Numeri 13.23. Diese Traube steht aber auch für die neue
Gemeinde „Weinbergkirchengemeinde“
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